zur Gothic-Chat-Community
gfxgfx
 
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
logo
 
gfx gfx
gfxgfx
 
Gothic Chat Community Forum
Diskutiert hier mit anderen über all die Dinge, die Euch interessieren.
 
gfx gfx
gfx
5326 Beiträge in 790 Themen von 277 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Arisa 09-01-2009, 23:24:17
*
gfx*ÜbersichtHilfeKalenderEinloggenRegistrierengfx
gfxgfx
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.       « vorheriges nächstes »
Seiten: [1] Nach unten Drucken
Autor Thema: "Too Much Future" - Punk in der DDR  (Gelesen 896 mal)
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« am: 15-09-2007, 08:29:35 »

Vom 17.08 - 14.10.07 findet im Barockbau des Stadtmuseums Dresden unter dem Titel "Too Much Future" - Punk in der DDR) der Versuch statt, das Thema Punk im Rahmen einer Ausstellung im Museum darzubieten.

Ich werde mir diese Ausstellung kommenden Samstag mit einer Freundin ansehen und euch dann meine Eindrücke schildern :-).


"Punk im Museum! Ist das machbar? Der Versuch wird vom 17.08. bis zum 14.10.07 im Barockbau des Stadtmuseum Dresden unternommen und zwar zum Thema Punkrock in der DDR.
Der Tumult den die Punks in der DDR veranstalteten, währte zehn Jahre, von 1979 bis 89. Dabei stießen sie an die Grenzen eines Systems, daß seine Jugend steuern wollte, von dem die Punks sich jedoch nicht lenken ließen. Wenn sich das soziale Elend englischer Teenager in dem Aufschrei no future entlud, so wäre das sozialistische Elend einer verplanten DDR-Jugend treffender mit too much future umschrieben. Zwangsrekrutiert als Kampfreserve der Partei , nahmen sich 16-18-jährige Freiheiten, die bis dahin in der DDR praktisch undenkbar waren. So waren sie in Grenzen frei.

Unbekümmert forderten sie einen Staat heraus, der in seiner Wut auf die äußerst vergnügte Wut der Jungen einige von ihnen mit extremen Biografien zurückließ. Die Punks schrieben ein bizarres Kapitel der DDR-Geschichte - grell durch die individualistische Überspanntheit ihres Treibens im DDRKollektiv, finster durch dessen Verfolgung durch die Staatssicherheit. Sie haben sicher nicht den Zusammenbruch des Disziplinarregimes DDR herbeigeführt. Doch sie trugen bei zu einer nervösen Balance des Systems, die 1989 nicht mehr zu halten war.

Das geladene Verhältnis zwischen Punks und Partei beruhte auf der Spannung zwischen Subkultur und Diktatur. Die freigesetzte Energie griff, doppelt frei vom Markt und von der Staatsdoktrin des Sozialistischen Realismus , aus den Kellern und wenigen Szenetreffs auf die Ateliers junger Künstler über. So gewann Punk Einfluss auf die Arbeitsweise und Lebenshaltung werdender Künstler und suchte, aufgegangen in gegenkulturellen Anwandlungen, letztlich auch die Stätten der sozialistischen Hochkultur, also Studenten an Hochschulen und Universitäten, heim.

Künstler oder nicht, die Zeit als Punk in der DDR glich für viele der Protagonisten eher einem Transitraum. Ihre Biografien erfuhren, nach ihrer Ausreise oder mit dem Ende der DDR, keinen Abbruch, sondern eine Fortführung in sehr verschiedene Richtungen und Lebensweisen.

Die Ausstellung soll nicht Anlaß sein, zur Musealisierung einer Bewegung beizutragen. Im Stadtmuseum Dresden prallen Barock und Punkrock aufeinander, also Hochkultur und Subkultur. Diese Tatsache soll nicht verschleiert werden, sondern wird eine spielerische Brechung erfahren.
Zudem war Dresden das internationale Schaufenster des sozialistischen Realismus . So waren in der letzten DDR-Kunstausstellung 1987 Porträts von Punks und Punkbands zu sehen, die von Malern und Fotografen des staatlichen Verbandes bildender Künstler stammten. Gleichzeitig aber hatten Punks Innenstadtverbot, saßen im Gefängnis ein oder verließen freiwillig oder gezwungenermaßen die DDR.

Dennoch ist nicht daran gedacht, eine ideologische Abrechnung mit der DDR zu inszenieren. Die Ausstellung soll das mitreißende Porträt einer Subkultur liefern, einer der heftigsten Eruptionen im unerschütterlichen Glauben an eine Utopie, die zur Ideologie geriet.
Einer der Schwerpunkte der Ausstellung wird Dresden und überhaupt Punk in Sachsen sein.
Die Geschichte von Punk im Osten Deutschlands mag mit dem Kollaps der DDR ihr Ende gefunden haben. Doch die Biografien einzelner Punks und Ex-Punks waren nicht an das Ende der DDR gebunden. Sie bis in die Gegenwart zu porträtieren wird Teil der Ausstellung sein.

too much future / Punk in der DDR versammelt Fotos, Filme, künstlerische Arbeiten und Dokumente, die in dieser Fülle bisher nicht zu sehen waren. Die ehemals illegalen Aufnahmen von DDR-Punkbands dürften in dieser Bandbreite bisher einmalig sein."

Quelle:  http://dieneustadt.de/2007/08/16/too-much-future-punk-in-der-ddr/

Soweit,
Wren!
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
jilocasin
Administrator
Dr. OverGoth
*****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 608



WWW
« Antworten #1 am: 15-09-2007, 17:05:16 »

So ziemlich das selbe nur noch mit Kinofilmen gab es in Kassel vor 2-3 Jahren.
Leider konnte ich mir die Ausstellungen nicht ansehen da sich das mit meinen Arbeitszeiten nicht einrichten ließ..

Aber immerhin haben wir so einen Film über die Ramones sehen können , welcher auch wirklich sehr interessant war.
Gespeichert

....Der Kampf des Menschen gegen die Macht ist der Kampf der Erinnerung gegen das Vergessen - Milan Kundera-
Wintermute
Poster Extraordinär
Administrator
Dr. OverGoth
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 504


Alles sehen heißt oftmals alles verstehen


WWW
« Antworten #2 am: 15-09-2007, 17:32:48 »

Ja, der Punk Kongress 2004 war ziemlich gut gemacht. Sprach ausschließlich die intellektuelle Schiene an.
Gespeichert

I got nothing to say I ain't said before
I bled all I can, I won't bleed no more
I don't need no one to understand
Why the blood run hold the highered hand


Soylent Green ist Menschenfleisch!
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« Antworten #3 am: 15-09-2007, 20:30:37 »

War der Kongress auf Punk in der DDR bezogen oder Allgemein?

@ Wintermute
Was verstehst du unter "ausschließlich intellektuelle Schiene"?
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
Wintermute
Poster Extraordinär
Administrator
Dr. OverGoth
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 504


Alles sehen heißt oftmals alles verstehen


WWW
« Antworten #4 am: 15-09-2007, 21:12:17 »

a) Nein auf Punk allgemein .. im Westen UND im Osten.
b) Sagen wir das Zielpublikum war älter als 16 und trank kein Dosenbier. Oh, Fensterscheiben gingen auch nicht zu Bruch.
Gespeichert

I got nothing to say I ain't said before
I bled all I can, I won't bleed no more
I don't need no one to understand
Why the blood run hold the highered hand


Soylent Green ist Menschenfleisch!
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« Antworten #5 am: 15-09-2007, 22:22:34 »

Ähm, meinst du das jetzt scherzhaft *lächelt*?
Diese Aussage kann ich zumindest nicht ernst nehmen.
Die Ausstellung ist für jedermann! :-)
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
thydere
Neuling
*
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 21



« Antworten #6 am: 16-09-2007, 00:00:38 »

Argh. um den 17.08 herum war ich gerade mal wieder in Dresden. Schade, das waere bestimmt interessant geworden.
Und Partys in der Scheune machen auch immer wieder laune...

Naja, ein andermal.
Gespeichert
Wintermute
Poster Extraordinär
Administrator
Dr. OverGoth
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 504


Alles sehen heißt oftmals alles verstehen


WWW
« Antworten #7 am: 16-09-2007, 09:04:00 »

Ähm, meinst du das jetzt scherzhaft *lächelt*?
Diese Aussage kann ich zumindest nicht ernst nehmen.
Die Ausstellung ist für jedermann! :-)

Ich werde jetzt nicht weiter auf den Begriff "Zielpublikum" eingehen, vielleicht kommt die Erleuchtung von allein ...
Und wie weit man die Aussage auf die Goldwaage legen kann, das überlasse ich dem Leser.
« Letzte Änderung: 16-09-2007, 09:10:30 von Wintermute » Gespeichert

I got nothing to say I ain't said before
I bled all I can, I won't bleed no more
I don't need no one to understand
Why the blood run hold the highered hand


Soylent Green ist Menschenfleisch!
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« Antworten #8 am: 18-09-2007, 17:14:53 »

Ich bin gespannt ob ich am Sonntag erleuchtet werde.  Zunge
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
Wintermute
Poster Extraordinär
Administrator
Dr. OverGoth
*****
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 504


Alles sehen heißt oftmals alles verstehen


WWW
« Antworten #9 am: 18-09-2007, 18:12:12 »

Naaaaaaa .. ich hege da so meine Zweifel :>
Gespeichert

I got nothing to say I ain't said before
I bled all I can, I won't bleed no more
I don't need no one to understand
Why the blood run hold the highered hand


Soylent Green ist Menschenfleisch!
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« Antworten #10 am: 18-09-2007, 19:19:39 »

Wir werden sehen ...   Zwinkernd
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
Wren
Ober-Gruftie
****
Offline Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 305



« Antworten #11 am: 27-09-2007, 13:47:29 »

Die "Erleuchtung" nahm am vergangenen Sonntag eine wunderbare Form an.
Ich sog die legendäre Musik und Kunst ganze 2 Stunden in mich auf und werde dies noch einmal wiederholen.

Meine Lieblingsthese:

"Wozu brauchen wir eine Weltanschauung, wenn wir uns die Welt nicht ansehen dürfen?!"

soweit,
Wren!
Gespeichert

Wer den Himmel nicht in sich selber trägt,
sucht ihn vergebens im ganzen Weltall.

-Otto Ludwig-
gfx
Seiten: [1] Nach oben Drucken 
gfx
Gehe zu:  
gfx
Powered by SMF 1.1.7 | SMF © 2006, Simple Machines LLC | Sitemap Seite erstellt in 0.109 Sekunden mit 25 Zugriffen.
Helios Multi design by Bloc
gfx
Powered by MySQL Powered by PHP Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS