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5326 Beiträge in 790 Themen von 277 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Arisa 10-01-2009, 00:51:43
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Autor Thema: Buchtipps  (Gelesen 3722 mal)
jilocasin
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« am: 25-12-2005, 19:46:49 »

Hallo

Ich bin immer auf der Suche nach guten Büchern. Habt Ihr Tipps?
Was sind Eure Lieblingsbücher und warum?

So auch ein paar Tipps von mir:

Narziß und Goldmund von Hermann Hesse
Momo von Michael Ende
Zementgarten und Liebeswahn von Ian McEwan
Der Fangschuß von Marguerite Yourcenar
Die Stimmen von Marrakesch von Elias Canetti
und viele viele mehr  Augen rollen

Aber ich will ja noch Platz für Eure Bücher lassen Zwinkernd

Grüße Jilo
Erstellt am: 22-12-2005, 19:27:32
So noch ein Tip um  Buchgutscheine oder Geldgeschenke sinnvoll anzulegen  Lächelnd :

Peter Ustinov- Der Alte Mann und Mr. Smith

Eigentlich eine simple Geschichte: Gott und Teufel betrachten nach langer Zeit ihr Werk.

Das Buch hat mich sehr bewegt weil es auf einer Art sehr humorvoll und charmant ist und auf der anderen Seite so ironisch und traurig. Es sind wahnsinnig viel philosophische Gedanken mit eingeflochten und die Allgemeinbildung kommt auch nicht zu kurz  Zwinkernd

Ich möchte nicht zu viel verraten, aber es ist wirklich sehr lesenswert und hat nichts damit zu tun ob man gläubig ist oder nicht....

Falls es schon jemand kennt oder jetzt liest, würde mich Eure Meinung dazu interessieren.

Danke

Jilo
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....Der Kampf des Menschen gegen die Macht ist der Kampf der Erinnerung gegen das Vergessen - Milan Kundera-
jilocasin
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« Antworten #1 am: 18-01-2006, 12:50:40 »

und wieder ein Tipp  Grinsend

diese Woche :  Das Parfüm von Patrick Süßkind


Grenouille, der von seiner Mutter in mitten von verdorbenen Fischen auf die Welt gebracht wird, wird bald weggegeben. Er merkt schnell, daß er die Gabe hat, mit seiner Nase jeden noch so außergewöhnlichen Duft zu riechen.... vor allem lernt er jedoch auch wie der Mensch durch Düfte manipulierbar ist und nutzt das für sich aus.

Der Roman deckt  schonungslos menschliche Abgründe auf. Eine verruchte Welt für einen verruchten, tragischen Helden. Sehr spannend geschrieben.

Dieses Jahr kommt dazu auch der Film in die Kinos auf den ich sehr sehr gespannt bin  Lächelnd
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....Der Kampf des Menschen gegen die Macht ist der Kampf der Erinnerung gegen das Vergessen - Milan Kundera-
Lady Luzilla
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« Antworten #2 am: 26-01-2006, 21:33:43 »

Ich bin ja Stephen King Fan, der Dunke Turm Kings Meisterwerk finde ich Höllisch Gut Grinsend
Der erste Band ist ein bischen Zäh aber es lohnt sich Glas Wolfsmond und der Turm das sind die besten aus der Reihe aber der Turm ist sehr traurig wenn man die Karaktere erst mal kennengelernt hat.Es sind 7Bücher insgesamt. Aber auch die Klassiker sind super, Friedhof der Kuscheltiere Es usw. Das schwarze Haus ist auch super aber man muß der Talisman vorher gelesen haben es ist sozusagen die Vortsetzung.
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unnamedfeeling
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« Antworten #3 am: 26-01-2006, 22:55:51 »

Auch wenn es in die bisherigen Kategorien nicht reinpasst, muss man Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" einfach empfehlen Zwinkernd.
Wer Fantasy und den schreibstil von Adams mag, dem würde ich weiterhin alle Scheibenwelt-Romane von Terry Pratchett nahelegen.
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Wintermute
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« Antworten #4 am: 27-01-2006, 10:36:20 »

Douglas Adams ist unglaublich gut. An humorvoller Literatur für mich die Buchreihe mit den "meisten Brüllern pro Seite Count". Ähnlich verspielt philosophische Gedanken eingewoben wie auch Pratchett sie gerne benutzt, den ich auch sehr gerne im Bereich Fantasy lese.
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jilocasin
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« Antworten #5 am: 27-01-2006, 17:06:43 »

Den Film fand ich auch süß gemacht... auch wenn natürlich viel fehlt aber man kann auch keine 5 Bücher in einen Kinofilm bekommen.... Dein Avatar stammt doch auch aus dem Film oder?
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....Der Kampf des Menschen gegen die Macht ist der Kampf der Erinnerung gegen das Vergessen - Milan Kundera-
unnamedfeeling
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« Antworten #6 am: 27-01-2006, 20:59:06 »

Hi...

Ja, in meinem Avatar ist Marvin zu sehen. Meine Lieblingsfigur im Buch sowie im Film Zwinkernd

Und um nicht ganz Off-Topic zu werden, ein weiterer Buchtipp: Herr Lehmann von Sven Regener (Auch bekannt als Sänger der Band "Element of crime")

Ernst, denoch oft komisch und die Dialoge sind Klasse. Es geht um die Geschichte des Herrn Lehmann (In der Verfilmung ein genialer Christian Ulmen) und spielt um die Wende in Berlin.

Gruß unnamedfeeling



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Psychotronic
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« Antworten #7 am: 27-01-2006, 22:29:06 »

Habt ihr eigentlich gemerkt das in dem Film der alte Marvin Roboter aus der 80er Serie mit drin ist?
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schwarze_elfe
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« Antworten #8 am: 28-01-2006, 13:33:53 »

Wer was mit wirklich schönen Gedichten was anfangen kann dem empfehle ich mal
Engelsblut von Alfred Pompe zu lesen.
sind zwar im allgemeinen ziemlich traurig aber wirklich mit Tiefgang.
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~~~Man sollte nie vergessen, dass die Gesellschaft lieber unterhalten als unterrichtet sein will. (c) Freiherr von Knigge~~~
jilocasin
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« Antworten #9 am: 02-02-2006, 18:17:31 »

Gedichte werden immer sehr schnell "schnulzig"... ich mag daher meist eher "bösere" Gedichte
wie die von Erich Kästner .

An Psycho: Ich kenn die 80er Serie garnicht  Traurig

und noch ein Buchtipp  Zwinkernd:

der große Catsby von F. Scott Fitzgerald

Der große Gatsby (1925) führt den Leser direkt ins New York der Goldenen Zwanziger. Jazzmusik, Wolkenkratzer, unerhörter Reichtum, finanzielle Leichtfertigkeit, Intrigen und grenzenlose Liebe -- nichts fehlt in diesem meisterhaften Gesellschaftsportrait. Vor dem Hintergrund der lauten, wilden amerikanischen Moderne entfaltet der Roman die berührende Geschichte eines unheilbaren Romantikers. Früh schon erkennt der mittellose James Gatz, dass Erfolg eine Frage der Selbstdarstellung ist. Er beschließt, dass aus dem „armen Gatz der strahlende Jay Gatsby werden soll und spielt den Erfolgreichen, noch bevor er tatsächlich zu Reichtum kommt. Doch nicht alles läuft nach Plan. Während er als Offizier im Ersten Weltkrieg dient, verliert er Daisy Fay, eine Tochter aus reichem Haus, an einen Nebenbuhler. Aber so leicht gibt er nicht auf. Unweit ihres Hauses auf Long Island errichtet er eine traumhafte Villa, in der er rauschende Partys feiert in der Hoffnung, Daisy doch noch zurückzugewinnen. Eine Geschichte voller Intrigen, Betrügereien und Eifersucht beginnt.

Subtil und symbolhaft erzählt Fitzgerald hier vom großen amerikanischen Traum –- und von dessem Scheitern

Sehr schön und spannend geschrieben, oft zum schmunzeln und oft nachdenken...


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jilocasin
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« Antworten #10 am: 27-02-2006, 21:27:07 »

und nun mal ein absoluter Klassiker :

George Orwell - 1984

Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das so genannte "Neusprech". Zusammen mit dem so genannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst.Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.

Mit seiner Anti-Utopie 1984 zeichnet George Orwell mit analytischer Schärfe das Schreckensbild eines totalitären Überwachungs-Staates. Orwell bringt in dem Werk, das zu den Klassikern der modernen Weltliteratur zählt, soziale und politische Gefahren globalen Ausmaßes als Zeitkritik wirkungsvoll zum Ausdruck.

Aktuell wie eh und je
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« Antworten #11 am: 19-03-2006, 12:29:17 »

Bernhard Schlink- der Vorleser

Zitat
Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er...und sie wird seine erste Leidenschaft.Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder.Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit.

Das Buch liest sich zu Anfang spielend leicht...man freut sich der Liebe die man durch das Lesen miterleben darf. Doch das Thema welches sich dahinter verbirgt wird tonnenschwer auf einen lasten... und das Ende wohl auch  Zwinkernd.
Sehr sehr schön geschriebener Roman




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« Antworten #12 am: 21-03-2006, 14:35:48 »

Ein Klassiker :

 Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Eine faszinierende wenn auch für manche leicht verwirrende Liebesgeschichte, mit vielen, wenn man will, philosophischen aber auch psychologischen Aspekten  Zwinkernd....
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„»Nur in dem Maße, in dem wir uns wieder und wieder der Vernichtung anheim geben, können wir das Unzerstörbare in uns entdecken.«
(Pema Chödrön)
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« Antworten #13 am: 21-03-2006, 15:20:38 »

Zitat
Milan Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Ich finde das Buch auch sehr gut. Es ist zudem viel mehr als " nur" eine Liebesgeschichte... Das ganze hat sehr viele politische Hintergründe und es wird in dem Roman sehr klar deutlich gemacht, dass der der sich anpasst auch ein leichtes Leben hat.
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« Antworten #14 am: 04-04-2006, 09:39:14 »

Das Orangenmädchen - Jostein Gaarder

"Inhalt:
Als Georg gerade mal dreieinhalb Jahre war, starb sein Vater an einer unheilbaren Krankheit. Georg kann sich kaum an ihn erinnern. Inzwischen ist er fünfzehn und ziemlich überrascht, als seine Großmutter plötzlich einen Brief von seinem Vater an ihn findet, den er kurz vor seinem Tod geschrieben hat.

Dieser Brief ist an seinen „großen“ Sohn gerichtet wohl wissend, dass er ihn nie kennen lernen würde. Er erzählt seine große Liebesgeschichte, wie er eines Tages in der Straßenbahn einem Mädchen mit Orangen begegnete, dass er von da an nicht mehr vergessen kann. Er macht sich auf die Suche nach ihr, die sich kompliziert und teilweise sogar komisch gestaltet, doch er bleibt hartnäckig und gibt nicht auf.

Für Georg ist die Lektüre dieses Briefes zunächst nur ein interessanter Ausflug in die Vergangenheit, doch dann begreift er, dass er auch für ihn und seine Zukunft eine große Bedeutung hat."

Der Inhalt mag für manche sich als romantischer Kitsch anhören, jedoch kommt es auch immer auf die Art und Weise an wie eine Geschichte erzählt wird. Jostein Gaarder hat eine wunderschöne philosophisch-leichte Art zu schreiben, die ganz und gar nicht in das Oberflächliche abdriftet. Seine Liebesgeschichten haben immer etwas wahres und ehrliches an sich.

Soweit
Liebe Grüße
Lilith
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