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5326 Beiträge in 790 Themen von 277 Mitglieder - Neuestes Mitglied: Arisa 09-01-2009, 22:37:07
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Autor Thema: Kunst-Sogpunkte im Sommer  (Gelesen 745 mal)
Daleth
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« am: 11-07-2007, 11:49:41 »

Außer der documenta 12 die dieses Jahr ( berechtigterweise) mehr Kritik als Lob erhalten hat gibt es auch andere für Kunstinteressierte spannende Verantstaltungen und Ausstellungen die man bei Gelegenheit wahrnehmen sollte. Z.B. die Biennale in Venedig die alle zwei Jahre stattfindet: http://de.wikipedia.org/wiki/Biennale_di_Venezia
http://www.universes-in-universe.de/car/venezia/deu/2007/index.htm

Ausstellung in München ( wer auf Pop Art steht;)) Gilbert & George - "Die große Ausstellung". Werkschau mit Arbeiten aus 40 Jahren. Dokumentationen zur ihren Auftritten als "living sculptures", Bücher, Zeichnungs-Installationen, Postkartenskulpturen, Filme und Fotografie (bis 9. September, Katalog und Edition)

Ausstellung in Berlin: http://www.artinfo24.com/shop/artikel.php?id=138

oder Skulptur Projekte Münster, die nur alle 10 Jahre stattfindet
 
Im Sommer 2007 finden zum vierten Mal die Skulptur Projekte Münster statt. Diese internationale Großausstellung lädt seit 1977 im zehnjährigen Rhythmus Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt ein, ihre Werke in der Stadt entstehen zu lassen. Münster ist so zu einer internationalen Referenzadresse für zeitgenössische Kunst im öffentlichen Außenraum geworden.

Die skulptur projekte münster 07 finden ab Mitte 2007, parallel zur documenta in Kassel, statt. Sie werden über 100 Tage Stadt und Region unmittelbar prägen (17.6. - 30.9.2007). 1997 kamen mehr als 500.000 Besucher nach Münster, um die Arbeiten von Künstlern aus 25 Ländern kennenzulernen. Die Erwartungen für 2007 sind ähnlich hoch gesteckt.

Das Kuratorenteam aus Dr. Brigitte Franzen (Westfälisches Landesmuseum, Münster), Prof. Kasper König (Museum Ludwig, Köln) und der assoziierten Kuratorin Dr. Carina Plath (Westfälischer Kunstverein, Münster) hat 37 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, sich an der Ausstellung zu beteiligen.

Der Titel der Ausstellung Skulptur Projekte ist Programm. Auch 2007 werden die Künstler ausloten, was zeitgenössische Skulptur heute sein kann, wie sie sich im öffentlichen Raum positionieren und ihn verändern kann. Nach 1977, 1987 und 1997 werden erneut die möglichen Wechselwirkungen von Kunst, Stadt und Öffentlichkeit untersucht. Die Skulpturen werden hauptsächlich in Münster angefertigt und nach und nach aufgestellt: Die Stadt nimmt die Kunst auf und verändert Schritt für Schritt ihr Erscheinungsbild.

Träger der Ausstellung sind der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), die Stadt Münster und das Land Nordrhein-Westfalen. Veranstalter ist das Westfälische Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. "

Die Kunstmesse Art Basel ist ( soweit ich das gesehen habe ) bereits vorbei, leider, ansonsten wäre es auch eine spannende Angelegenheit gewesen;) http://www.focus.de/kultur/kunst/kunstsommer/art-basel_aid_63232.html

Soweit
Gruß
Daleth
« Letzte Änderung: 11-07-2007, 13:50:39 von Daleth » Gespeichert

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Wren
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« Antworten #1 am: 12-07-2007, 06:46:03 »

Warum muss man denn der diesjährigen "documenta" mehr Kritik als Lob entgegenbringen? Woran machst du das fest?

Gruß,
Wren!
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-Otto Ludwig-
Daleth
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« Antworten #2 am: 12-07-2007, 09:50:45 »


Einige , wenn nicht sogar alle Punkte kannst du auch in dem Thread documenta12 nachlesen, aber ich führe sie hier stichwortartig nochmal an.
Punkt eins: die Kritik dass die zwei Kuratoren zu stark bei der Auswahl der Kunstwerke von ihrem persönlichem Geschmack geleitet wurden.
Punkt zwei: Der luftige Glaspavillon das  von dem Herrn Kurator zu einem Gewächshaus wegen den Sicherheitsmaßnahmen umfunktioniert wurde, hat nicht mal diese Funktion erfüllt. Regen + undichtes Dach = Werke nass.
Punkt 3: zu viele alte Werke, mit Sicherheit ist es wichtig eine Verbindung mit der Vergangenheit aufzustellen, aber meiner Meinung nach sind es viel zu viele, es ist keine Ausstellung der Retrospektive
Abgesehen von den Kuratoren klappt es bei den Künstlern auch nicht so ganz.
Siehe Reisterasse und Mohnblumenfeld, geschweige denn von der instabilen Skulptur template , die vom Gewitter umgelegt wurde.
Zahlreiche Besucher waren eher enttäuscht als Begeistert.
soweit
gruß
daleth
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« Antworten #3 am: 17-07-2007, 13:10:40 »

Siehst du es denn überhaupt noch als empfehlenswert an die diesjährige Documenta zu besuchen? Kassel ist ja nun nicht gerade einen Katzensprung von Dresden entfernt. Es gibt doch sicherlich auch positive "Einlagen" oder würdest du das dann auch verneinen? Es ist doch aber auch so, dass jeder unterschiedliche Erwartungen an solch eine Kunstausstellung stellt.

Liebe Grüße,
Wren!
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-Otto Ludwig-
Daleth
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« Antworten #4 am: 18-07-2007, 09:33:36 »

Für viele Kunstinteressierte bzw. die Menschen die in ihrem Leben viel mit Kunst zu tun haben ist es eine Art Pflicht auf die documenta zu gehen. Es sind wie bei anderen Ausstellungen auch , ein paar  gute Sachen dabei. Aber wie du es auch richtig bemerkt hast stellt jeder seine eignene Erwartungen an  die Kunstausstellung und schließlich hat auch jeder seinen persönlichen Geschmack was Kunst und besonders die Gegenwartskunst anbetrifft.
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« Antworten #5 am: 09-08-2007, 16:50:11 »

Eine weitere Kunstausstellung in Gera, zeigt 100 Werke "Unverblümt" das Florale Werk des Geraer Künstlers
OTTO DIX:

- noch bis zum 23. September in den Kunstsammlungen Gera, Orangerieplatz 1. zu besichtigen

über den Künstler:

Er hat erbarmungslose Kriegsszenen abgebildet, die Dekadenz der feinen Großstadtgesellschaft oder zumindest die Brüche in den Biografien, die sich tief in die Züge eines Porträtierten eingegraben hatten: dafür wurde er berühmt.

Die Kunstsammlungen Gera allerdings zeigen in ihrer aktuellen Ausstellung "Unverblümt", welch große Rolle die floralen Motive im Schaffen des berühmten Sohns der Stadt spielen. Passt ja, dass nicht weit entfernt gerade die BUNDESGARTENSCHAU stattfindet. ( ein Besuch ist wohl laut meiner Eltern sehr zu empfehlen :-) )

Im Museum sind es knapp 100 Werke, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgrafisches, zusammengetragen aus dem In- und Ausland. Die Spezifik des Themas erlaubt einen neuen Blick auf den großen Meister der kritischen Analyse, der zwar als begnadeter Zeichner galt, aber motivisch eher zu Großstadtpflanzen sortiert wird:
Statt neuer Sachlichkeit und "Expressionismus" gibt es in Gera innigliche Pflanzenporträts, statt "dadaistisch" anmutender Weltbilder sieht man arrangierte Stilleben.

Immer schwingt der Verweis auf den ewigen Kreislauf des Lebens mit, das zarte Knospen, das Aufblühen, die überbordende Schönheit, das Verwelken; auf Fruchtbarkeit und Frauen, auf Entwicklung und Erneuerung. Dix fürchtet sich dabei nicht vor deutlichen Botschaften:
Lilien als Symbol der Reinheit, zarte Rosen für Unschuld und Liebe.

Die Fauna wird bei Otto Dix inszeniert wie die gesamte Schöpfung - und so erklärt sich auch, dass die Blumen oftmals "allegorische" Bedeutung bekommen. Es geht nicht mehr um Rosen, Tulpen oder Nelken, sondern um ihren Status als Träger geheimer Botschaften.

Blumiges aus allen Schaffensperioden, das bedeutet, die Entwichklung der Moderne dennoch zu sehen, auch wenn es sich um vermeintlich simple Stilleben handelt. Die späten Silberstiftzeichnungen, meist Studien für größere Tafelbilder, sprechen für sich -hier werden die Grenzen des Realismus kurzerhand und kongenial aufgelöst.

Quelle: Freie Presse/Kultur

soweit,
Wren!
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-Otto Ludwig-
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