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Daleth
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« am: 14-02-2007, 12:06:50 » |
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Schwarz als ein Symbol der Abgrenzung, Unnahbarkeit und als Farbe des Existenzialismus. Ein Bewusstsein spiegelte sich in der Zeit des Existenzialismus auch in der Kleidung wieder. Blasse Gesichter, mit schwarzem Kajal untermalte Augen, schlichte schwarze Kleidung als Sinnbild für das "anders-Denken" und das "anders-Sein". Anzutreffen waren solche " Gestalten" meist in literarischen Cafès oder Existenzialisten-Kellern. Später wurde das schlichte schwarz der Existenzialisten nur eine Modeerscheinung, ein Symbol für coole schwarz-gewandete Typen die sich ihrer selbst widmen wollen.
Ein Beispiel für eine "schwarze" Muse des Existentialismus wäre Juliette Grèco.
Hier ein Ausschnitt aus einem Bericht über sie:
Juliette Gréco beweist, dass Schwarz offenbar die Phantasie der Künstler noch viel mehr inspiriert. Seitdem die als Schauspielerin und Tänzerin ausgebildete 18-Jährige kurz nach Kriegsende erste Lieder in den Existenzialisten-Kellern des Pariser Viertels St. Germain des Prés gesungen hatte (damals noch in Röhrenhose und Pullover), rissen sich die Poeten darum, für sie Texte zu dichten. Die ersten waren Camus, Mauriac und Sartre, der über sie schrieb: "In ihrer Kehle leben Millionen ungeschriebener Lieder." Später kam natürlich auch noch Serge Gainsbourg dazu. Geliebt haben sie noch viel mehr Männer: der Filmproduzent Darryl F. Zanuck beispielsweise, von dem sie sagte: "Wenn er arm wäre, hätte ich ihn geheiratet". Oder Michel Piccoli, dem sie in zweiter Ehe das Ja-Wort gab. Und - besonders spektakulär - 1949 Miles Davis, der sich in seiner Autobiographie, wo Frauen sonst nur noch als "Nutten" vorkommen, mit beinahe poetischer Wehmut an diese verpasste Chance erinnert.
Als die Existenzialismus-Mode nur noch ein verblasster Trend zu sein schien, schrieb man auch Juliette Gréco ab. Doch man hatte die große Künstlerin hinter dem Modephänomen übersehen. Ende der Fünfzigerjahre meldete sie sich zurück, und seitdem war sie trotz aller Pausen eigentlich nie mehr so richtig weg.
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