Während in den Kreisen der Romantiker ein Kult der Zerbrechlichkeit und Blässe getrieben wird und die Frauen bereits Diäten mit Essig und Zitrone betreiben, schätzt das viktorianische Bürgertum Körperfülle als Ausweis von Wohlstand und Respektabilität. Von nun an gelten Frauen als das „schöne Geschlecht“, der Mann dagegen geht seit dem Aufkommen des Anzugs grau in grau. „Schöne“, modebewusste Männer gelten als verweichlicht und effeminiert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts setzt mit dem Siegeszug der puritanischen Leistungsethik ein grundlegender Wandel in der Wahrnehmung des Körpers ein: Fett wird mit Trägheit in Verbindung gebracht. Schlankheit dagegen steht nun für Erfolg und Leistungswillen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nheitsidealIn Viktorias Regierungszeit wird auch der erste synthetische Farbstoff entdeckt.
Der 18jähriger Chemie-Assistent William Henry Perkin (1838–1907) war eigentlich auf der Suche nach einem Verfahren, das gegen Malaria wirksame Chinin synthetisch herzustellen. Diese Suche blieb jedoch erfolglos, zumal man zu der Zeit noch nicht mal wußte wer oder was die Krankheit überträgt.
Dabei entdeckte er zufällig wie sich ein synthetischer Farbstoff ( „Mauvein“ - eine art lila) herstellen ließ. Das revolotionierte die Modewelt und brachte einen ganz neuen Chemie- Industriezweig hervor.
Königin Viktoria verhalf Mauvein zum Durchbruch indem sie ein Samtkleid von dieser Farbe trug.
http://www.morgenwelt.de/469.html